Die Welt des Online-Handels und E-Commerce wächst in atemberaubendem Tempo. Aktuelle Zahlen zu Online-Geschäftstrends zeigen, dass E-Commerce derzeit 14 % des globalen Einzelhandelsumsatzes ausmacht. Während Unternehmen im Online-Einzelhandel wachsen und ihre Angebote sowie Vertriebskanäle erweitern, stellt sich ihnen eine neue Herausforderung: Wie lässt sich die Produktverwaltung effizienter gestalten?
Eine jüngere Entwicklung, auf die E-Commerce-Unternehmen zurückgreifen, ist die Implementierung einer Product-Information-Management-Lösung. PIM-Softwarelösungen gibt es zuhauf, doch die praktische Umsetzung kann sich schwieriger gestalten als gedacht. Hier sind fünf Schritte, die Unternehmen für eine erfolgreiche PIM-Implementierung befolgen sollten.
1. Das beste PIM-Tool für Ihr Unternehmen auswählen
Die PIM-Implementierungsmethodik beginnt zunächst mit der Auswahlphase. Bei der Wahl des richtigen PIM-Tools für Ihr Unternehmen gibt es viele Faktoren und Überlegungen zu beachten – etwa Kosten, Kompatibilität, Benutzerfreundlichkeit, Integrationen, Kanäle und verwaltbare Assets. Ermitteln Sie zunächst, welche Informationen Sie mit Ihrer PIM-Software verwalten möchten und welche Kanäle Sie integrieren werden.
Diese umfassende Liste hilft Ihnen beim Vergleich von PIM-Lösungen. Beeilen Sie sich nicht bei der Auswahl. Eine PIM-Implementierung erfordert viel Zeit, und ein späteren Wechsel zu einem anderen Tool bedeutet zusätzlichen Aufwand. Manche Unternehmen profitieren davon, einen PIM-Berater hinzuzuziehen, um eine bessere Entscheidung treffen zu können.
2. Ihre Ziele definieren
Da ein PIM-System den gesamten Betrieb beeinflusst, ist es ratsam, klar festzulegen, was Sie mit der Einführung erreichen möchten. PIM-Tools können Unternehmen in Marketing, Fulfillment, Operationen und vielen anderen Prozessen unterstützen. Definieren Sie, wie das System diese Bereiche verbessern soll, und setzen Sie messbare Leistungsindikatoren fest.
Studien zeigen, dass PIM-Tools die Time-to-Market um bis zu 400 % verkürzen und den Umsatz um bis zu 50 % steigern können. Sie bieten viele Möglichkeiten – aber nur wenn Unternehmen ihre Ziele klar definiert haben. Klare Ziele machen Evaluierungen und Audits leichter und schaffen mehr Klarheit über die Unternehmensziele.
3. Entscheiden Sie, welche Informationen verwaltet werden und wohin sie gelangen
Ein wachsender Online-Shop aktualisiert regelmäßig Informationen über verschiedene Kanäle. Ob Verbesserung von Produktbeschreibungen, Einführung neuer Produkte oder Änderung von Produktbildern – die Verwaltung von Shop-Informationen ist sehr aufwendig. Daher muss ein Online-Unternehmen festlegen, welche Informationen aktualisiert werden sollen.
Erstellen Sie einen PIM-Implementierungsleitfaden, der umfassend die Informationen auflistet, die Ihr Unternehmen aktualisieren muss. Zu den gängigen Informationen und Daten, die PIMs verwalten, gehören:
- Produktdaten – SKUs, UPCs, Namen, Titel, Beschreibungen und weitere Produktdaten.
- Taxonomie und Beziehungen – Kategorien, Labels, Produktvarianten, Farben und mehr.
- Produkttechnische Spezifikationen – Abmessungen, Materialien, Größen, technische Varianten, Inhaltsstoffe, Garantien etc.
- Digitale Assets – Bilder, Fotos, Videodateien, Dokumentation.
- Marketing-Daten – Keywords, Personas, Metadaten, SEO-Elemente etc.
- Verkaufsinformationen – Preise, Kundenbewertungen, Feedback, Ratings.
- Design-Spezifikationen – Stylesheets, Designer, Anweisungen etc.
- Kanalspezifische Informationen – Google-Kategorien, Amazon-Titel, Mobile-Beschreibungen etc.
- Lokalisierte Informationen – Sprachen, Übersetzungen etc.
- Produktionsdaten – Lieferanten-, Herstellerangaben, Kontaktinformationen, Servicecenter etc.
Mit der Expansion von E-Commerce-Plattformen ist es sinnvoll, auch die Zielkanäle nachzuverfolgen. Die E-Commerce-Welt ist ein großes Ökosystem mit verschiedenen Kanälen – von großen Playern wie Shopify, Amazon und Google bis zu kleineren, regional spezialisierten Plattformen.
4. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter
Ein weiterer wichtiger PIM-Implementierungstipp ist die interne Schulung. Der erfolgreiche Rollout einer Software hängt stark davon ab, wie gut Mitarbeiter sich an die Technologie anpassen. Die meisten PIM-Lösungen bieten umfassende Unterstützung, Schulungen und Knowledge Bases.
Definieren Sie und weisen Sie den Aktivitäten und Aufgaben Verantwortliche zu und schaffen Sie Accountability-Strukturen, die klare Zuständigkeiten schaffen. Meist sind Marketing-Teams am stärksten in die PIM-Nutzung eingebunden, doch häufig spielen auch Fulfillment- und Customer-Service-Teams eine indirekte Rolle bei Überprüfung und Aktualisierung. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten lernen, die Features optimal zu nutzen und sich an die Benutzeroberfläche anzupassen.
5. Testen und evaluieren Sie kontinuierlich
Der letzte Schritt der PIM-Implementierung ist die kontinuierliche Sicherung durch regelmäßiges Testen und Evaluieren Ihrer PIM-Tools. Führen Sie notwendige Dokumentationen und aktualisieren Sie Protokolle nach festem Zeitplan. Es gibt keine starre Regel, wie häufig Sie Tools und Prozesse evaluieren sollten – wichtig ist, dass Sie sich an einen Plan halten und Feedback einholen. Die Evaluierung kann mit der Zeit in größeren Abständen stattfinden, sobald Sie sich sicherer sind, dass das richtige Tool vorhanden ist.
Bedenken Sie auch mobile Geräte
In den letzten Jahren ist ein wachsender Trend zu mobil-freundlichen Plattformen zu beobachten. Experten prognostizieren, dass Mobile Commerce bis Ende 2021 einen E-Commerce-Marktanteil von 72,9 % erreichen wird. Es ist daher sinnvoll, PIM-Systeme auf Mobilfreundlichkeit zu testen. Zwar haben die meisten Tools Mobile im Fokus, aber es ist immer gut zu überprüfen, bevor Sie ein PIM-System ausrollen.
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