Product Data Management Definition
Product Data Management (PDM) ist die Praxis, die Kontrolle über die Erstellung, Speicherung, Änderung und Verwaltung von Produktdaten im gesamten Unternehmen auszuüben. PDM konzentriert sich auf die Struktur, Qualität und Governance von Produktinformationen – nicht auf deren Verteilung an Vertriebskanäle.
Worin unterscheidet sich PDM von Product Information Management?
Die beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Bereiche. Product Data Management befasst sich mit der Integrität der Daten selbst: Woher stammen sie, wer darf sie ändern und erfüllen sie definierte Qualitätsstandards? Product Information Management (PIM) erweitert dies um Content-Anreicherung und Kanalverteilung.
In der Praxis ist PDM die Grundlage, auf der PIM aufbaut. Ohne zuverlässige, gut verwaltete Daten am Anfang wird keine noch so ausgefeilte Content-Anreicherung oder Syndikation zu konsistenten Ergebnissen führen.
Was umfasst PDM in der Praxis?
Der Großteil der Arbeit bei Product Data Management ist unglamourös: Definition, welche Felder ein Produktdatensatz enthalten muss, Festlegung von Validierungsregeln, Klärung der Datenverantwortlichkeit und Behebung von Inkonsistenzen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln. In Unternehmen ohne klare Prozesse kann dasselbe Produkt unter drei verschiedenen SKUs mit widersprüchlichen Spezifikationen und ohne klare Verantwortlichkeit existieren.
Welche Software unterstützt Product Data Management?
Spezialisierte PDM- oder PIM-Software kann diese Regeln beim Dateneintrag durchsetzen und fehlende Felder oder ungültige Werte kennzeichnen, bevor sie sich downstream ausbreiten. Kleinere Unternehmen handhaben dies oft durch Tabellenkalkulationskonventionen und manuelle Überprüfung – bei niedrigen Datenmengen funktioniert dies, wird aber zunehmend anfällig, wenn der Katalog wächst.