Was ist Data Governance?

Data-Governance-Definition

Data Governance ist die Gesamtheit von Regeln, Rollen und Prozessen, die definieren, wie Daten in einer Organisation erstellt, gepflegt und verwendet werden.

Sie beantwortet praktische Fragen: Wer darf einen Produktdatensatz ändern, welche Genehmigung ist erforderlich, bevor Daten veröffentlicht werden, und welche Standards muss ein Datensatz erfüllen, um als vollständig zu gelten.

Was umfasst Data Governance?

Governance definiert typischerweise drei Dinge:

  • Verantwortlichkeit — welches Team oder welche Person für einen bestimmten Datensatz verantwortlich ist
  • Standards — wie ein gültiger, vollständiger Datensatz aussieht (erforderliche Felder, zulässige Werte, Namenskonventionen)
  • Prozesse — wie Daten durch Überprüfungs-, Genehmigrungs- und Veröffentlichungs-Workflows fließen

Warum ist es im PIM- oder ERP-Kontext wichtig?

Ohne Governance verschlechtert sich die Produktdatenqualität schnell. Verschiedene Teams wenden inkonsistente Namenskonventionen an, erforderliche Felder werden übersprungen, und Änderungen werden ohne Aufsicht oder Dokumentation vorgenommen. Ein PIM-System kann Governance-Regeln technisch durchsetzen, indem es bestimmte Felder obligatorisch macht oder Änderungen durch einen Genehmigungsworkflow leitet. Die Regeln selbst müssen jedoch zunächst von der Organisation definiert werden.

Ist Data Governance dasselbe wie Datenqualität?

Sie sind verwandt, aber unterschiedlich. Data Governance ist das Framework, das die Regeln festlegt. Datenqualität ist das Maß dafür, wie gut die Daten diese Regeln tatsächlich erfüllen. Gute Governance ist die Voraussetzung für nachhaltige Datenqualität.