Definition lokalisierter Inhalte
Lokalisierte Inhalte sind Produktinformationen (Titel, Beschreibungen, Attribute, Maßeinheiten und Bilder), die für eine bestimmte Sprache, Region oder einen Markt angepasst wurden. Dabei geht es über reine Übersetzung hinaus und berücksichtigt lokale Konventionen, Vorschriften und Kundenerwartungen.
Wie unterscheidet sich Lokalisierung von Übersetzung?
Übersetzung konvertiert Text von einer Sprache in eine andere. Lokalisierung geht weiter: Sie passt wie Informationen präsentiert werden an, nicht nur die verwendeten Wörter. Für ein einzelnes Produkt kann dies bedeuten:
- Umstellung von Maßeinheiten (Zoll auf Zentimeter, Fahrenheit auf Celsius, Pfund auf Kilogramm)
- Umformulierung einer Produktbeschreibung, um lokale Ausdrucksweise und Suchverhalten zu entsprechen
- Austausch von Bildern, um lokale Kontexte oder rechtliche Anforderungen zu berücksichtigen
- Neuzuformat von Daten, Dimensionen und Packungsgrößen nach lokalen Konventionen
- Ergänzung marktspezifischer Compliance-Informationen (z. B. CE-Kennzeichnung in Europa, FCC in den USA)
Welche Produktdaten müssen normalerweise lokalisiert werden?
Nicht jedes Feld muss sich pro Markt ändern. Strukturierte Attribute (GTINs, SKUs, technische Spezifikationen) bleiben in der Regel unverändert. Die am häufigsten lokalisierten Felder sind:
- Produkttitel und Kurzbeschreibungen
- Ausführliche Marketing-Texte
- Pflege- oder Sicherheitsanweisungen
- Verpackungs- und Etikettieninhalte
- SEO-Metadaten (Seitentitel, Alt-Text)
Warum ist das für Multi-Channel-Vertrieb wichtig?
Einzelhandelsketten und Marktplätze in verschiedenen Regionen haben oft ihre eigenen Anforderungen an Produktlistings, einschließlich Pflichtfelder in der lokalen Sprache. Inhalte, die nicht ordnungsgemäß lokalisiert sind, können bei der Syndizierung abgelehnt, in Suchergebnissen unterdrückt werden oder zu hohen Rücklaufquoten führen, weil Käufer missverstanden haben, was sie kaufen. Unternehmen, die lokalisierte Inhalte in großem Maßstab verwalten, speichern jede Sprach- und Regionalvariante typischerweise in einem Product Information Management (PIM)-System, das alle Versionen mit einem einzelnen Master-Produktdatensatz verknüpft.